Frau Arndt hat sich aus diesem Anlass mit Frau Reinöhl, der langjährigen Leiterin dieses Kreises unterhalten.
Frau Reinöhl, Sie haben nun seit fast 20 Jahren den Älteren Frauenkreis geleitet, jetzt haben sich die Frauen im Advent zum letzten Mal im Gemeindesaal getroffen. Ich möchte Sie nachher noch fragen, warum denn die Treffen eingestellt worden sind. Doch zuerst möchte ich Sie bitten uns zu erzählen, wie denn alles angefangen hat.
Ja, das weiß ich selber nicht mehr so ganz genau. Ich glaube, es war zu Frau Scheibles Zeiten. Damals gab es nur einen Frauenkreis. Allerdings waren da doch einige ältere Frauen, die nicht mehr so gern abends aus dem Haus wollten. Also hat man den Frauenkreis aufgeteilt: Die Jüngeren blieben bei ihren abendlichen Treffen, die Älteren haben sich nachmittags zusammengefunden. Zunächst hat Frau Scheible den Kreis geleitet und ich habe ihr nur bei den Vorbereitungen geholfen. Doch als Scheibles dann von Bermaringen weggezogen sind, hat sie mich gebeten, den Kreis doch ganz zu übernehmen, was ich auch gern getan habe.
In den ersten Jahren wurde ich dabei noch kräftig von Frau Baiker unterstützt. Auch Frau Hörsch hat immer wieder geholfen, indem sie sich um den Blumenschmuck für unsre Treffen gekümmert hat.
Und nun gibt es den Älteren Frauenkreis also nicht mehr. Wie ist es denn dazu gekommen?
Wir waren früher einmal über 20 Frauen, die sich ungefähr alle 14 Tage getroffen haben. Viele dieser Frauen leben heute nicht mehr, oder sie sind gesundheitlich nicht mehr in der Lage zum Frauenkreis zu kommen. Wenn man überlegt, dass es damals die Älteren waren, die diesen Kreis begonnen haben, diejenigen, denen ein Abendtermin zu beschwerlich war, dann hat unser Kreis doch sehr lange existiert.
Leider ist es nicht gelungen, die etwas Jüngeren, so vielleicht ab Mitte siebzig für unseren Kreis zu werben. Die haben sich wohl irgendwie immer zu jung gefühlt. So sind wir halt miteinander alt geworden und haben jetzt auch miteinander ausgemacht, mit dem Frauenkreis aufzuhören.
Ich war ja in letzter Zeit auch regelmäßig bei ihren Treffen dabei, und ich hatte den Eindruck, dass Sie alle viele schöne Stunden miteinander erlebt haben.
Ja, das haben wir tatsächlich, und ich blicke sehr gern auf unsre Nachmittage zurück.
Ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Gespräch und auch für die Arbeit, die Sie so viele Jahre lang zuverlässig und treu getan haben.